Samstag, 30. August 2008

Abenteuer in NANAIMO

Um das schöne Wetter auszunutzen musste ich wieder die Natur erkunden. Und direkt an der Stadt liegt der Westwood-Lake, daneben triumphierend Mount Benson, 1019Meter über dem Meeresspiegel. Um 11Uhr ging's los am See, der schon an sich einen Besuch wert ist. Um den See gibt es eine gute Jogging-Route, die recht populär bei den Läufern zu sein scheint. Hier ein Blick auf Mount Benson, unten vom See aus, der wie man sieht einen kleinen Strand hat und zum Baden einläd...

Die ersten 2 1/2 Stunden bin ich erstmal um den See gehiket ("hiken", Ausprache im Deutschen haiken, heißt wandern) und auf die erste "Plattform" rauf, die Westwood Ridges (kann man an dem unterschiedlichen Grünton im Bild erkennen, liegen zwischen See und Mt Benson). Schon von dort oben, 300 nochwas Meter, hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Aber das genügt ja nicht, und ausserdem hatte ich ja noch viel Zeit. Hier unten nochmal ein Bild vom See, weiter in den Wald hineinragend.
Den Aufstieg zu Mount Benson kann man schon ein kleines Abenteuer nennen. 100 Pfade, nur wenige sind auf einer Karte eingezeichnet. Welcher dann welcher ist, kann man dann schlecht mit der Karte herausfinden. Aber "Try and Error" bewährt sich ja meistens - wen man genügend Zeit hat. Beim Aufstieg geht es direkt durch den Wald, und meistens steil bergauf. An manchen stellen sogar so steil, dass Kletterseile benötit werden...

Insgesamt war das Ganze wirklich sehr abwechslungsreich, über Stock und Stein, über Bäche, locker lässsig bis gefährlich. Meine alten Jogging-Schuhe haben es wiedermal (noch) mitgemacht. Kurz vor dem Ziel, dem Gipfel dann dieses berrauschende Motiv, die letzten Meter wie ein Aufstieg in den Himmel...
Die Aussicht war natürlich fantastisch, und man konnte vor allem eben nicht nur die Küste bestaunen sondern auch die weiten Bergwelten dahinter.
Und am liebsten möchte man davonfliegen... wie ein Adler mit 2 Meter Spannweite hinutnergleiten.... Also start klar machen.... Anlauf, Absprung.... Hoch, hoch, hoch....



und weg! Der Sonne entgegen.............

Ob ich wirklich geflogen bin darf jeder mit sich selbst aus machen. ;-) Die Bilder wurden jedenfalls von mir in keinster Weise bearbeitet....

Freitag, 29. August 2008

TOFINO... der schönste Platz in Kanada (?)

Am Montag (oh, ich hinke ganz schön hinterher...) ging die Reise also nach Nanaimo, d.h. von Victoria (im Süden) 2h mit dem Bus in Richtung Norden, entlang der Ostküste von Vancouver Island. Nanaimo liegt mittig auf der Insel und damit im Vergleich zum Mainland in etwa auf Höhe von Vancouver. (Victoria liegt so weit südlich dass das Festland auf der anderen Seite bereits zu den USA gehört)
Ich wurde von Cindy, meiner neuen Gastgeberin, direkt vom Bus abgeholt. Überhaupt wurde ich fast immer überall hingefahren, auch ohne dass man es wirklich will. Und kurz ein paar Daten: Cindy, 31 jahre alt, ist Highschool-Lehrerin an einer Schule die zu 80% von den "Natives", den Ureinwohnern/Indianern, besucht wird. Da hab ich dann auch eher unschöne Dinge zu hören bekommen, nämlich wie die Natives zum Einen sich isolieren wegen ihrem Stamm, zum Anderen wegen den staatlichen Zuschüssen in Reservaten. Hier befinden sich aber keine sozialen Strukturen, was dazu führt das viele arbeitslos sind und von den Zuschüssen leben. Die Kinder haben dort also erstens keine guten Vorbilder und zweitens werden sie auch noch sehr schlecht versorgt. Gleichzeitig lassen sich die Natives aber von der weißen Bevölkerung (inklusive Lehrer) nicht gerne helfen, schließlich haben die sie ja in die miserable Lage gebracht. Das Ganze ist dann sowas wie ein Teufelskreis, der eigentlich nur durchbrochen werden kann wenn alle an einem Strick ziehen würden. Verzwickte Lage.


Am Dienstag habe ich mit Cindy und 3 jungen Couchsurfern, die bei einem anderen Gastgeber in Nanaimo untergekommen sind, einen Ausflug nach Tofino gemacht, und nach Cindy ist das der "most beautiful place in Canada". Tofino ist ein kleines Hafenstädtchen und liegt an der Westküste von Vancouver Island. Man fäht also quer durch das Land, und das bedeutet, zwischen Bergen hindurchschlängeln, quer durch den wald - und das 3 Stunden lang! Am anderen Ende erwartet einen der Long Beach, ein wunderschöner Sandstrand, der kein gutes Wetter braucht um zu beeindrucken. Die Atmosphäre ist tatsächlich einzigartig, und es ist wohl wirklich was ganz besonderes, wie hier die kalte Seefront auf den flachen Sandstrand trifft, der immer wieder von Felsen und kleinen Bächlein von der Küste weg durchzogen ist. Das schöne ist, dass durch die Abgelegenheit der Strand nur von ein paar Hand voll Touristen besucht wird. Wie schon gesagt treffen hier Elemente aufeinander... Und wohl am spektakulärsten sind wohl die großen Felsen direkt im Strandbereich, auf denen durch Stürme angeschwemmten, weißen Baumstämme liegen, und auf denen wieder neues Leben entsteht. Zum einen viel Grün, zum anderen findet man in so mancher 1 Quadratmeter großen "Pfütze", auf ein paar Metern Höhe, Dinge die man sonst nur im Meer erwartet (siehe Bild links: Seeanemonen). Das Wetter war trüb bis stürmisch, und da ein Großteil meiner gebildeten Leserschaft Sigur Ros hört, zieh ich auch hier gerne einen Vergleich: wenn ich einsam am Strand entlang gegangen wäre hätte ich wohl am liebsten die melancholischen und bedrohlichen Stücke von der zweiten Hälfte des ()-Albums in den Ohren gehabt. Ich war aber nicht allein, und nebenbei: der mp3 Player ist ohnehin kaputt.
In der Mini-Hafenstadt Tofino gab's dann einige Touristenattraktionen wie Whalewatching, heiße Quellen im Meer, Gift-shops... und auch ein paar Kunstgallerien. Eine war ganz besonder beeindruckend, und zwar die von dem Künstler Roy Henry Vickers. Kann man bestimmt auch einiges im Internet dazu finden. Nur ganz kurz: er vereint in sehr stilvoller Weise die traditionelle Haida-Kunst, die sich an den alten Holzschnitzereien orientiert, und westlichen Elementen. Das Schöne an der Gallerie ist (abgesehen davon, dass der Bau sehr schön gestaltet ist), dass unter jedem Bild seine persönliche Geschichte zu dem Motiv steht. As Bilderbeispiele habe ich die Robben-Geburt und "The Creation of Eve" gewählt. Hier entspringt Eva aus der Rippe von Adam. Gott, in chirstlichen Bildnissen oft als Möve dargestellt, ist hier auch durch einen Vogel repräsentiert. Inzpiriert fühlte sich der Künstler hier übrigens durch Albrecht Dürer und seine biblischen Motive.
Noch ein kuze Notiz für meine Mutter: in Tofino habe ich auch den Mann getroffen, der noch nach traditioneller Art Kayake baut (war in der ZDF-Dokumentation über Vancouver zu sehen).


Ob jetzt Tofino der schönste Platz in Kananda ist, will ich nun nicht beurteilen... aber wenn man sich mal diese Aufnahme unten aus der Vogelperspektive anschaut: wer will es bestreiten?


Dienstag, 26. August 2008

Bilder-Rückblick: Das war Victoria....

Veganes "Buffet-Restaurant" mit der besten Auswahl an veganen Kuchen, Muffins und Brownies... ever.
Dirty Dancing..... Der "Market Square", zwischen zwei Straßen: the Heart of Oldtown.
Sieht schön aus, kostet aber viel... Cafe und Kuchen, Hotel, aber nur mit Dress-Code!
Rohkost-Cracker mit 3 Dips... und Schmetterling!
Der südlichste Punkt Vancouver Islands!
Victoria = Hafenstadt
Parliament
SPEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEED!!!
Ich und der Pfahl....


Sonntag, 24. August 2008

Puuuhhh.... da bin ich ja nochmal.....

...mit einem blauen Auge davon gekommen!!
Keine Angst, alles nur im metaphorischen Sinne!! Das Bild hier ist schon älter, hab letzte Saison beim Basketball mal einen Ellebogen abbekommen (Überhaupt, grandioses Bild meiner Meinung nach...).
Mit einem Blauen Auge meine ich, dass ich nur 1 Tag im Hostel, in der "Jugend"herberge, bleiben musste. Nur ein Tag 24 Dollar für wenig Leistung... Mich hat tatsächlich ein neuer Couchsurfing-Host spontan aufgenommen, Chelsea London, 23 Jahre, Schiffs-Ingenieur. Und am gleichen Tag ging's gleich in die Natur und zwar zum Campen an den "Sombrino"-Beach (oder so ähnlich). In jedem Fall einiges von Victoria entfernt, eher an der Westküste gelegen. Was besonderes gibt's dazu nicht zu erzählen, ausser dass der Abend sehr schön war, und der Morgen sehr verregnet. Das Aufregende war dann noch der Unfall auf dem Rückweg: nasse Fahrbahn, kurvig, 50km/h, 20 zu viel, rutschen raus aus der Kurve, rein in die Seitenplanke, zum Glück niemand dahinter. Holpernd die nächsten Meter an den straßenrand gefahren.... Zum Glück nur der Reifen! Reifen gewechselt, und weiter ging's... mit mäßigem Tempo.
Heute dann nochmal ein Stadt-Tag in Victoria... gut gegessen (Mutti, wenn Du hier nur mit dabei wärst! Du würdest mit mir schwärmen), ein paar Kunst-Gallerien gesehen.
An dieser Stelle liebe Grüße an Tessi!! Du wirst es nicht glauben, ich habe mir heute "Dirty Dancing" in voller Länge im O-Ton angesehen..... Ich musste schmunzelnd daran denken, wie "ihr" (einige Mädels aus der B-Klasse) uns (einigen Jungs aus der B-Klasse) den Film damals (7. Kasse?!) zeigen wolltet. Ich glaub das war in einem Raum im Schülerinnenheim. Jedenfalls kann ich mich erinnern, dass ich von Grund auf ablehnend war, und wohl frühzeitig das Zimmer verlassen habe. :-D Diesmal hab ich's durchgehalten, und ja, der Film ist zu ertragen... Natürlich manchmal etwas lächerlich, aber eben auch nicht schlecht. So, mehr Komplimente gehen nicht... haha.

Ok, morgen geht's dann mit dem Bus nach Nanaimo! Wie geplant sozusagen...

Samstag, 23. August 2008

Goodbye Victoria.... Oder doch nicht?!

Eigentlich wollte ich Freitag weiter nach Ladysmith Richtung Norden, mit dem lokalen Bus... Ich hatte eine super Zeit hier, und meine zwei Hosts, Aquila und Branden, waren superklasse. Wir sind zusammen beim "Ethiopean All-you-can-eat"-buffet bewesen, haben lecker zusammen gekocht, wurde hin- und wieder rumkutschiert, hab das Rad bekommen um zu einem Konzert zu fahren. Die zwei werde ich sicher wieder besuchen, vielleicht ja mit Birgit im Winter! Victoria ist ein sehr angenehme Stadt, in die man gerne zurück kommt.
Nun ja, und so waren wir alle recht traurig beim Abschied, leicht geschockt wie schnell die Zeit doch rum geht....


Doch dann hab ich doch glatt folgende E-Mail von meinem Gastgeber in Ladysmith bekommen:

"Ok I feel like the biggest jerk doing this but I haveto say I can't host you this weekend. Some majorfamily issues came up and it's really just not a goodtime. I'm so sorry...Teena"

Hmmmm.... und das blöde ist, das Aquila und Branden wegfahren mussten. Nun ja, so bin ich doch glatt in einem Hostel abgestiegen! Und, naja, es ist auf keinen Fall zu empfehlen: es ist total überteuert (für den Service), zumindest wenn man in einem 20 Bett-Zimmer schläft, das Bett wegen einer Plastikauflage ständig knarzt, die MAtratze 1,80m lang ist und ich mich nicht mal richtig ausstrecken kann... Eigentlich hab ich auch für 3 Tage eingecheckt, aber mir reicht's. Für Sontnag Nacht hab auf die Schnelle einen couchsurfing-host gefunden, und für heute Nacht finde ich auch noch was. Jedenfalls gut, dass ich mir gleich einen Handy-"Vertrag" zugelegt hab.

Ab Montag hab ich dann zumindest sicher eine Couch in Nanaimo, für 4 oder 5 Tage... Anschließend geht's wohl noch für 3,4 Tage zurück auf eine Couch nach Vancouver. Und dann, ja dann, heißt's ab 1.September: Chinatown, hier bin ich... ;-)

Mittwoch, 20. August 2008

Überraschung!!!

Heute war ich etwas an der Südküste von Vancouver Island und hab das gesehen.....
man braucht eine Minute Geduld, da geht das Video eigentlich richtig los.

Für heute nur dieses eine Video von dem Trip.... es werden noch ein paar folgen.

Ach, nein, ein ganz spezielles Video gibt es doch noch! Für viele wahrscheinlich DIE Hauptattraktion in der Innenstadt von Victoria:


Dienstag, 19. August 2008

Salt Spring Island + Mount Bruce

Diesmal ein fast reiner Medien-Blog, das heißt die Infos gibt's in den Videos....


Und jetzt das Ganze aus meiner Perspektive, mit Sigur Ros im Ohr:

Hier ist ein Blick auf die zwei höchsten Berge, rechts Mount Maxwell und links Mount Bruce (+700 Meter). Natürlich ist Mount Bruce auch recht lang... 5h schwitzen. Insgesamt bin ich an diesem Tag mindestens 30km gelaufen. Hat sich aber eher wie +40km angefühlt. Berge runter zu joggen ist auch nicht das beste für die Beine... :-/

Der unglaubliche Ausblick war es aber in jedem Fall wert!

Und das ist auch ein wunderschöner Ausblick, auf dem Heimweg mit der Fähre nach Sidney:

Heute geht's dann weiter mit dem Bus nach Victoria, British Columbias Hauptstadt, und wie viele sagen, auch die kulturelle Hauptstadt....

Sidney + The Gulf Islands of B.C.

Alright, kurzer Lagebericht aus Sidney.... Ein schönes kleines Städtchen, welches nicht wirklich viele Attraktionen zu bieten hat, dafür kann man von hier aber super die Gulf Islands erreichen, eine Inselgruppe zwischen Vancouver Island und der Küste von Vancouver bzw den USA.
Der Strand von Sidney ist meist ein Steinstrand, der aber in jedem Fall einen langen Marsch wert ist. Es gibt viele Seevögel, es wird so einiges angeschwemmt, und das zusammentreffen von Wald und Strand ist schlicht und einfach eine tolle Szenerie. Das war sozusagen mein Sonntag...
Montag bin ich mit der Fähre dann nach Salt Spring Island, die größte der Gulf Islands, gefahren, um ebenso die Natur zu genießen. Dazu gibt's aber nochmal ein extra "Post" (= Blog-Beitrag).
Hier jetzt einfach ein paar Eindrücke von Sidney bzw von der Fähre nach Sidney:



Sonntag, 17. August 2008

Rückblick: Downtown Vancouver (Woche 1)

Ok, sicher bei Vinnie und Donnie in Sidney gelandet gibt es einen kurzen Rückblick auf die erste Woche.... Vor allem auch wieder einige Videos!

Meine ersten 8 Tage in Vancouver waren wirklich fantastisch, und das vorallem Dank meinem Gastgeber Derek! Ich hatte alle Freiheiten, hab einen eigenen Schlüssel für's Apartment bekommen, konnte also kommen und gehen wann ich wollte. Auf der anderen Seite haben wir auch viel zusammen unternommen....


Am Mittwoch sind wir zum Kitsiliano Strand gegangen. Zum ersten Mal seit einiger Zeit wieder im Meer geschwommen, und mich auf dem Kits Beach Basketball Court mit den Kanadischen Streetballern "gemessen".

Donnerstag waren wir bei einem veganen "Dineout", von einer Organisation namens Earthsave organisiert. Dineout heißt, dass sich eine Gruppe von Leuten in einem Restaurant zu einem Essen trifft, wobei das Menu schon vorher feststeht. Dazu kann man sich dann anmelden, ob Mitlgied oder nicht-Mitglied, und ein großes Essen zu einem fairem Preis bekommen und "Gleichgesinnte" treffen. Diesmal war's die "Dharma Kitchen", eine asiatisches Restaurant. Auszug aus dem Menu: Vorspeisenteller mit gebratenem Gemüse, Salat mit Tempeh-Steak, Reis mit Tofu-Curry und Chai-Tea all you can drink (süßes Teegetränk aber mit Sojamilch).

Freitag hab ich was komplett Neues in meinem Leben ausprobiert: Hot-Yoga! Derek macht Yoga von Zeit zu Zeit, also hab ich die "First Week Free" in seinem Studio wahrgenommen. Doch war das eben kein normales Yoga, sondern HOT-Yoga. Das ganze findet in einem speziellen raum statt der auf 35 Grad aufgeheizt wird, und dann hat man 1h30min normale Yoga-Stunde. Ganz schön hart, vor alem wohl wenn man's nicht gewöhnt ist, ich habe noch nie in meinem Leben so viel geschwitzt....

Ok, nun ein paar Eindrücke von Downtown Vancouver: Blick von der Granville-Brücke bei Tag und bei Nacht:



Im 4. Stock im "Luxus-Apartment" bei Derek: der Pool!


Ein Blick aus dem Bus auf die Hastings-Street, die sogenannten "Four Blocks of Hell". 95% der Menschen die man am Gehsteig sieht leben dort und sind drogenabhängig. Anders als in Deutschland aber eben nicht hauptsächlich nur von Alkohol sondern auch härteren Drogen wie Heroin. Die vier Blocks sind sowas wie ein Sammelplatz für diese Menschen, was sich über die Jahre so entwickelt hat. Die größte Ansammelung von Menschen gibt es vor den Läden die Pfandflaschen annehmen.

Samstag, 16. August 2008

Ich reise nach Sidney!!! + The Fair: Superdog Special!

Mal wieder ein Eintrag! Es gibt viel mehr zu erzählen als ich in diesem Blog schreibe... Ich komme sozusagen gar nicht hinterher mit den Neuigkeiten. :-)

Aber jetzt ist es doch wichtig einen Eintrag zu machen, denn heute fahre ich nach Vancouver Island! Erstmal mit dem Bus von Downtown zum Hafen nach Tsawwassen (+ 1h Fahrt), und dann mit der Fähre 1h30min nach Swartz Bay, der Hafen für die Hauptstadt von British Columbia, Victoria. Doch bevor ich nach Victoria komme, mach ich Halt in einem kleineren Städtchen namens Sidney. Genau, nicht in Australien.... ;-)

Dort erwartet mich ein mich Vinnie und Donney, die ich eben auch bei couchsurfing.com gefunden habe. Sie werden mich für 4 Tage aufnehmen, dann geht's mit dem Bus nach Victoria wo ich auch schon meine Unterkunft gesichert habe: diesmal dann sogar ein vegan-vegetarisches Pärchen!

Heute früh habe ich noch schnell den ersten Tag vom Vanouver Jahrmarkt/Vergnügungspark mitgenommen, bis Mittags konnte man gratis rein... http://www.pne.ca/thefair/pdf/fair-map08.pdf . Und mein großes Ziel dort war ganz klar...... die SUPERDOGS!!! Dieser Beitrag ist hiermit auch meiner lieben Cousine gewidmet, die wohl den meisten Spaß an den Videos haben wird. :-) (Ja, es ist nämlich auch ein weiß-grauer Wuschel-Hund dabei, haha) An dieser Stelle noch die Richtigstellung von meinem Autovergleich vor ein paar Tagen: ich meinte natürlich den weißen AUDI, und nicht BMW.... in jedem fall ein fettes Auto!

Ok, ich sag nicht viel zu den Superdogs, schaut euch die Videos an. Ansonsten war der Jahrmarkt nichts besonderes, so wie man sich wohl das in Amerika vorstellt würd ich sagen... Deutschland war auf jeden Fall durch die "German Sausages" repräsentiert!

Hier die Vorstellung der Superdogs, vor 12000 Zuschauern... davon kann der Bayreuther und auch der Münchner Basketballsport nur Träumen :-D
Der Superdog-Dance:

Superdog-Jumping:



Der Superdog-Run:

Mittwoch, 13. August 2008

Stanley Park, Chinatown, Dr. Sun Yat-Sen Garden

Eher wenige Worte dafür ein paar mehr Bilder...

Am Montag hab ich mich zum Stanley Park aufgemacht, und konnte die meiste Zeit Barfuß am Strand laufen. Schön, wieder richtigen Sandstrand unter den Füßen zu spüren! Im Meer gebadet wird aber erst heute.... bei ca 25 Grad und strahlendem Sonneschein.

Stanley Park ist kein Park wie man ihn sich als Europäer wohl vorstellt. Also einen Park der direkt an die Innenstadt anknüpft. Der Stanley Park ist jedoch ein eher ein Wald! 50 Meter vom Strand, und plötzlich steht man von Bäumen umgeben wie in einem deutschen Wald... Nur sind die Bäume etwas größer teilweise....



































Gestern war ich zusammen mit einem Pärchen aus Ontario, die ebenso bei Derek couchsurfen, die Stadt erforschen. Beide ernähren sich vegan und sind Teil von http://www.foodnotbombs.net/ . Vor allem waren wir in Chinatown. Wir hatten eine schöne Zeit, waren begeistert von den ganzen "Chinese Produce Markets", d.h. Läden mit Obst, Gemüse, Kräuter, Fisch. Wahnsinnig vielfältig das Ganze, viele Dinge die man noch nie zuvor gesehen hat.
Ebenso ein echtes Highlight war Dr. Sun Yat-Sen's traditioneller chinesischer Garten im Chinesischen Kulturzentrum.


















Sonntag, 10. August 2008

Zimmer gefunden!!! Ab 1.September...

Und als ob es heute nicht schon genug zu erzählen gab, die wohl wichtigste Neuigkeit: ich habe ein Zimmer in der "Creekside Students Residence" (Bild) bekommen! Und auf diesen Blog-Eintrag freue ich mich auch schon ganz besonders...
Man könnte jetzt meinen, dass das Ding "Students Residence" heißt weil da nur Studenten wohnen dürfen. Das ist aber nicht so.... Ich meine, dass es so heißt, weil wohl (fast) nur arme Studenten diese Wohnbedingungen akzeptieren.
Und so hat der "House Manager" auch erstmal alles getan, um wirklich sicher zu gehen, dass ich mir der Wohnbedingungen bewusst bin, und nicht gleich nach 1 Woche wieder ausziehe. Was denn die Wohnbedingungen so unattraktiv macht? Nun ja, das ganze Haus ist erstmal ziemlich runtergekommen. Und alles scheint unaufgeräumt. Nicht nur die Gemeinsame Küche, und ie Zimmer der Mitbewohner (selbst ein Lehrer der dort wohnt wollte sein Zimmer nicht zeigen), sondern selbst das Büro vom House Manager. Naja, "das passt ja für mich wie angegossen", werden sich wohl die meisten Leute denken...
Ein guter Kontrast jedenfalls zu meinem Appartment im 22. Stock mit Swimming Pool. Das ist ungefähr so wie wenn ich von dem neuen weißen BMW meiner Cousine (Grüße!) auf meinen alten Citroen AX, aka "The Red Rocket", umsteigen muss. Aber nun kann ich mir halt mal keinen BMW leisten und war auch immer mit dem 92er AX zufrieden!

Gelegen ist das Wohnhaus im North-East-Downtown, am rechten Rand von Chinatown.



Und jetzt aufgepasst! Das Ganze ist 2 Blocks von der Hastings Street entfernt, dessen östlicher Teil die berüchtigten "Four Blocks of Hell" beinhaltet. Wie die ARD-Doku meinte, Heimat der Drogenabhängigen, Prostituierten und Heimatlosen. Ooops...


Die gute Nachricht ist, um schon gleichmal meine Eltern zu beruhigen, dass man das Ganze nicht durchlaufen muss, wenn man von Inner-Downtown zum Creekside will. Und damit ist das Ganze leicht umgehbar... Überhaupt ist die East Hastings Street bei Tag auch nicht gefährlich, man muss halt damit leben, dass einen heruntergekommende Bettler direkt um Geld bitten. So gibt es auch geteilte Meinungen im Internet über die 4 Blocks of Hell, unter der Rubrik "Touristen-Warnungen":

"The worst area in Vancouver to be hanging around is the Downtown East Side as there are lots of beggars and drug dealers. Some areas of the East Side, especially around Hastings Street and close to the Pacific Central Station, should be avoided. This is the poorest demographic in Canada and a haven for street people, prostitutes and unsavory characters.If possible avoid this area at night, during the day it's alright. But consider that most likely you will be approached by some beggars that need some money for the SkyTrain (that's what they say!!) or for other reasons. Don't fall for this, as they just want money to buy alcohol or drugs. Try to ignore people like this as much as you can and you won't have many problems. You'll find beggars throughout the city, but usually they're just sitting on the sidewalk hoping for some change."



"Vancouver's Main & Hastings intersection isn't dangerous, and certainly isn't worth "avoiding at all costs". It's not violent or ridden with gangs. However, it's a sad sight in terms of social issues and how Vancouver deals with its needy: the drug addicts, the homeless, the beggars and prostitutes. While the rest of Vancouver's downtown becomes gentrified, the down and out end up being marginalized to areas like this."

Und wenn man sich nun denkt, "man könnte aber doch trotzdem wo anders hinziehen!", dann sind eben doch einige gewichtige Vorteile zu nennen:

  1. So preiswert kommt man nirgends weg: 360 Dollar, das sind 225 Euro pro Monat!
  2. Hier können mich auch mal Gäste besuchen ohne dass gleich extra bezahlt werden muss, wie in einigen anderen geteilten Apartments oder (Hotel-)Zimmern.
  3. Kann ich ausziehen wann ich will, d.h. es wäre ohnehin so gut wie unmöglich ein WG-Zimmer zu finden, das ich so flexibel kündigen kann. In normale WGs kommt man meistens nur rein wenn man mindestens 1Jahr bleibt. Und Zimmer zur Zwischenmiete sind weder billig noch hat man eine realistische Chance den passenden Zeitraum zu erwischen.
  4. Die unmittelbare Umgebung direkt um das Creekside Wohnhaus ist zwar weniger berauschend, jedoch ist die Lage an sich toll: oben das In-Viertel Gastown, links daneben Chinatown, und auch Downtown. Und eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.

In jedem Fall: spektakuläre Neuigkeiten würd ich sagen..... Und weil's so viel zu schreiben war, werd ich für die kommenden paar Tage mir wohl eine Auszeit gönnen, und mich eher den Uni-Seminararbeiten widmen.







Heute: Under the Volcano-Festival






Heute habe ich mit Derek einen Trip zum Catespark nach North Vancouver unternommen. Dort war das "Under the Volcano"-Festival, welches eine Plattform für viele Bewegungen bietet... z.B. für Umweltschutz, Kampf für Menschen- und Tierrechte, gegen politische Unterdrückung, regionale Landwirtschaft etc etc. Dazu ein buntes, internationales Musikprogramm untr anderem auch mit traditioneller Musik der First Nations, der Ureinwohner, bei uns Indianer genannt.

Leider war das Wetter nicht gerade berauschend, aber die Atmosphäre war trotzdem super, vor allem wegen der Szenerie (direkt in einem Park und direkt am Wasser). Natürlich gab es auch leckere Essensstände aus alen möglichen Kulturen. Und es gab einen Stand von einer guten Bekannten aus München: Patricia Ganswind, vegane Gourmet-Köchin aus Leidenschaft. Ihre Schwester Julia ist nach Canada ausgewandert und Patricia ist ihr erstmal für 1 Jahre gefolgt. Vor ein paar Jahren waren sie zusammen in Vancouver...



Jetzt arbeitet sie für ein veganes Restaurant und ein Produkt-Firma, die vegane Kuchen und Cookies vertreibt. Da gab's natrlich auch eine Stand mit Essen und so hab ich mir einen veganen Cheese-Cake gegönnt.



Hier der Stand von "Vegan Choice Foods" mit Julia (links) und Partricia (rechts). Nicht gerade der beste Moment das Foto zu machen, aber dafür kann man ja auch auf Patricia's Website klicken: http://www.gourmetveganchef.com/ ! Mit wirklich grandiosen veganen Gerichten und Nachspeisen, und vor allem auch tollen Rohkost-Kreationen.

Dort hab ich auch gleich ein Brschüre gefunden mit dem Titel "2008 Vancouver VEGETARIAN DIRECTORY: Restaurants, Bakeries, Natural Food Stores and More". Auf Deutsch: ein kulinarischer Reiseführer für Vegetarier. Toll! Beim "Earthsafe"-Stand hab ich mir auch gleich eine Studenten-Jahresmitgliedschaft geholt (für 8 Euro), und damit 10% Rabatt auf eine Reihe von Veganen Restaurants..... ich würde mal sagen die acht Euro werd ich das reinfuttern in 6 Monaten. ;-)
Gestern war ich auch schon bei Gorilla-Foods essen. Ein kleines Rohkost-Bistro in downtown. Check out their menu at http://www.gorillafood.com/ . Gester hatte ich eine Pestopizza mit Walnuss-Käse... Delicious! Beim nächsten Gorilla-Foods-Besuch gibt's dann auch die entsprechenden Bilder.
Überhaupt ein unglaubliches Angebot überall an veganen Sachen.... Die Westküste Nordamerikas stellt eben sowas wie den Nullpunkt für solche Bewegungen dar. Und von dort aus breitet sich dann alles aus. Zumindest nach München. In Bayreuth muss meine Mutter noch dran arbeiten. :-D
Was das Essen betrifft, hab ich mir jedenfalls die richtige Stadt ausgesucht!


Samstag, 9. August 2008

Gut ein Dach über dem Kopf zu haben...

Und so mit am besten ist das, wenn man in einem Apartment im 22.Stock in Downtown Vancouver ein Dach über dem Kopf hat! Mit Blick auf alles: auf die Skyline (gleich gegenüber eigentlich), auf das Meer, die Berge... wunderbar! Und mit Pool by the way... :-)




Ganz umsonst das Ganze, weil es Menschen auf dieser Welt gibt, die Reisenden einfach, ohne sie näher zu kennen, ihre Couch/Matratze/Gästebett zu Verfügung stellen. Finden tut man diese Leute auf http://www.couchsurfing.com/....





Mein Gastgeber ist Derek Scott, ein fantastischer Typ, 25 Jahre alt, der sich auf der einen Seite viel mit Spiritualität, Yoga, Selbstfindung etc beschäftigt und auf der anderen Seite sein Geld mit Poker verdient.

Impressionen vom Flug: Videos!

Freitag, 8. August 2008

Über den Wolken.... und sicher gelandet!



Erster Reisebicheintrag!!! :-)
Heute früh um 11:50 Uhr deutscher Zeit ging mein Flieger.... Es ist weit untertrieben wenn ich sage, dass der Abschied nicht ganz leicht viel. Denn es war nicht leicht sich von jemandem zu trennen, den man so lieb gewonnen hat. Und auch wenn es "nur" für 6 Monate ist, ist es immerhin fast die Hälfte der Zeit die wir bisher zusammen sind.

Zuerst ging's kurz nach Amsterdam, um dort in die größere Maschine umzusteigen. Und knapp zusammengefasst: es war ein edcht angenehmer Flug - trotz 9 1/2 Stunden Flugzeit. Ich hatte ein netten (französischen) Schweizer neben mir sitzen, und mit guten Unterhaltungen vergeht die Zeit gleich dioppelt so schnell. Wenn man schläft natürlich noch schneller, was auch genutzt wurde.

Das Essen (ja immer ein Thema) war sehr gut! Das "strict vegetarian meal" war dem vegetarischen eigentlich gleich (hatte der Schweitzer), nur dass es Früchte als Nachspeise gab.

Mittags ein Linsen-Curry-Gericht mit kleinem Salat:




Und Abends eine leckere Olivensuppe (mal was neues!), auch mit Mini-Salat:



Gelandet hat der Flieger pünktlich bei wunderschönem Wetter und 20 Grad! So kann's weitergehen... :-)

Mit der Arbeitserlaubnis/Aufenthaltsgenehmigung hat auch alle hingehauen (auch ohne Vorweisen von Versicherungs-, Rückflugticket- und Vermögensnachweisen).